Weitergabe des Ortsratsmandats Melle-Mitte

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Da hat sich das Meller Kreisblatt etwas zusammengedichtet, denn der Ausgang der Bürgermeisterwahl in Melle hat nichts mit der Entscheidung zu tun.

Hier die Pressemitteilung im Wortlaut:

Kay Wittefeld rückt in den Ortsrat Melle-Mitte nach
Matthias Pietsch (UWG) gibt Mandat weiter


„Mit diesem Wahlergebnis haben wir nicht gerechnet. In mehrfacher Hinsicht sind wir nun in eine schwierige Situation geraten,“ leitet Matthias Pietsch die Begründung für seinen Schritt ein.

„Dass ich wieder in den Kreistag gekommen bin, freut mich sehr, war aber kaum kalkulierbar, was nicht zuletzt an dem letztendlich sehr knappen Ergebnis erkennbar ist. Ebenso erfreulich ist mein Einzug in den Rat der Stadt Melle, aber genau hier fangen die Probleme an.“

Falk Landmeyer, ebenfalls für die UWG-Melle in den Meller Stadtrat eingezogen, ergänzt diese Aussage von Matthias Pietsch: „Was zuvor mit großem Aufwand und Engagement von den drei bisherigen Stadtratsmitgliedern der UWG geleistet wurde, ruht nun auf nur noch zwei Schultern.“


Beide erklären zudem, dass es ihr Anspruch sei, nicht nur im passenden Moment den Finger zu heben, sondern sich intensiv mit den kommunalpolitischen Themen auseinanderzusetzen und die umfangreichen Sitzungsunterlagen konzentriert zu studieren.

„Wir brauchen Unterstützung und müssen mehr Fachleute im Boot haben. Gerade das Ausscheiden von Kay Wittefeld aus dem Ortsrat Melle-Mitte ist für uns nur schwer zu verkraften. Seine Fachkompetenz zum Straßenbau, zum Hochwasserschutz, zur Entwässerung, zur Flächenkompensation sowie zur Land- und Forstwirtschaft ist für die UWG unverzichtbar.“ Kay Wittefeld stand daher auch jeweils vor Matthias Pietsch auf den Listen der UWG.

Um weiterhin in allen kommunalpolitischen Arbeitsfeldern gut aufgestellt zu sein und die Meller Politik gut begleiten und mitgestalten zu können, verzichtet Matthias Pietsch auf das erlangte Ortsratsmandat in Melle-Mitte und gibt dieses an Kay Wittefeld weiter.

Ortstermin, Bauvorhaben Johann-Sebastian-Bach-Straße

UWG Treffen mit der Interessengemeinschaft Johann-Sebastian-Bach Straße/Engelgarten am 21.9.2021

Am 21.9.2021 traf sich die UWG-Melle mit den Anwohnern rund um das Baugrundstück Johann-Sebastian-Bach Straße in Melle-Mitte.

Dieses ca. 1500qm große, seit Jahrzehnten brachliegende Grundstück hat sich nach und nach zu einer grünen Oase mitten in Melle verwandelt. Verschiedene Bäume und Pflanzen sowie Fledermäuse und mehr als 40 Vogelarten, wie ein Vogelkundler zählte, haben sich dort im Laufe der Zeit angesiedelt.

Auf dem Grundstück will jetzt ein Privatinvestor ein 11-Parteien Haus errichten, samt 11 PKW Stellplätzen.

Da der Bebauungsplan für die Fläche aus den 1970er Jahren stammt, gibt es nur wenige Auflagen hinsichtlich Ökologie und Artenschutz.

Die Anwohner fürchten nun diverse Probleme, die durch diesen Neubau entstehen.

  • Verlust der ökologischen Vielfalt.
    Die Fläche hat sich in 50 Jahren Brache von einer Baunische zu einem vielfältigen Biotop gewandelt, das nun fast gänzlich zerstört werden soll.
    Gefordert wird ein bestmöglicher Erhalt von Teilen dieses Biotops, insbesondere der über 50 Jahre gewachsenen Ökosysteme, wie Hecken und Bäume am Rande des Grundstücks.
  • Flächenversiegelung möglichst gering halten.
    1500qm Naturboden mitten im Wohngebiet waren auch über Jahrzehnte eine nützliche Fläche, um bei Starkregen auftretendes Oberflächenwasser zu sammeln und versickern zu lassen.
    Durch eine Versiegelung der Flächen infolge der Bebauung schrumpfen diese Versickerungsflächen und das so entstehende Oberflächenwasser wird zusätzlich die Anliegergrundstücke belasten.
    Gefordert wird ein nachhaltiges Konzept für eine möglichst geringe Flächenversiegelung, damit Regenwasser weiterhin ungehindert im Erdboden versickern kann.
  • Überflutungsgefahr bei Starkregen
    Die durch die Bebauung entstehende Flächenversiegelung wird große Mengen an Oberflächenwasser entstehen lassen, das nicht mehr versickern kann, sondern über Zwischenlösungen in das Abwassersystem geleitet werden muss, um die Anwohner Richtung Riemsloher Straße und Engelgarten vor Schäden durch Überflutungen zu bewahren.
    Gefordert wird ein nachhaltiges Entwässerungskonzept, das die Anlieger vor Überflutungen durch Starkregen schützt.

Die Stadt Melle als Genehmigungsbehörde und Vertretung der Bürger wird an dieser Stelle sicherlich bemüht sein zum Wohle der Bürger und vor allem der Anlieger im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten zu handeln. Denn der vor 50 Jahren gefasste Bebauungsplan, der unter völlig anderen Richtlinien und Grundlagen Städtebaulicher Planung entschieden wurde, die heute nicht mehr zeitgemäß sind, ist erstmal so hinzunehmen.
Es bleibt also nur der Blick nach vorn um solche Situationen künftig zu vermeiden, auch alte Bebauungspläne schnellstmöglich zu prüfen und anzupassen.
Dennoch ist es den Anliegern und der UWG sehr wichtig, dass die die schon jetzt prekäre Entwässerungssituation und der Schaden an der ökologischen Vielfalt, unabhängig vom Bauvorhaben, geprüft und entschärft wird. Nicht nur um sich den Auswirkungen der klimatischen Veränderungen anzupassen, sondern auch um möglichen Zündstoff zwischen alten und neuen Nachbarn zu entschärfen und für ein friedliches Miteinander zu sorgen.

Unser Flyer zur Kommunalwahl 2021

Über uns
Die Unabhängige Wählergemeinschaft Melle ist eine Gemeinschaft kommunalpolitisch interessierter, engagierter Menschen.

Die UWG-MELLE ist ein Verein und keine Partei. Sie finanziert sich aus eigenen Mitteln und nicht durch Steuergelder. Daher ist die UWG-MELLE frei von Einflüssen aus Bund, Land und Kreis sowie von Partei- und Fraktionszwängen.

Die UWG-MELLE stellt die Unabhängigkeit und politische Mitverantwortung der Bürgerinnen und Bürger in den Mittelpunkt ihrer kommunalen Arbeit und unterstützt aktive Mitarbeit in den politischen Gremien.

Mit sachbezogenen und bürgernahen Entscheidungen wollen wir gemeinsam Undurchschaubares in Politik und Verwaltung transparenter gestalten, damit Bürgermitwirkung möglich wird.

Jeder hat die Möglichkeit, sich bei der UWG-MELLE zu engagieren. In unseren offenen Treffen und Sitzungen ist jeder willkommen. Wir gehen Anregungen, Anliegen und Anfragen unbürokratisch nach und setzen uns gewissenhaft für die Interessen der Menschen ein.

Ehrlichkeit beginnt bei uns mit der Tatsache, dass wir keine Versprechen machen, die nicht zu halten sind. Offenheit und Transparenz sind für uns selbstverständlich – auch im Umgang mit anderen politischen Kräften vor Ort. Mit diesen Tugenden ist die UWG-MELLE ein verlässlicher Partner aller Bürgerinnen und Bürger.

Unsere bisherige Arbeit:
Nachdem die UWG-Melle 2016 erstmals erfolgreich in den Kreistag des Landkreises Osnabrück, in den Rat der Stadt Melle und in einige Ortsräte eingezogen ist, haben wir erfolgreich für die Meller Bürgerinnen und Bürger gearbeitet.

In etlichen politischen Fragen haben wir ein Umdenken der Parteien bewirkt, haben Prozesse angestoßen und haben positive Entwicklungen auf den Weg gebracht.

Wir können hier nicht alles aufzählen, daher an dieser Stelle nur drei Beispiele aus den kommunalen Ebenen:

– Durch eine Änderung der Geschäftsordnung auf Antrag der UWG wurde die Bürgerbeteiligung in allen Gremien gestärkt. Sachkundige Bürgerinnen und Bürger  können nun in Sitzungen zu Wort kommen und die schriftliche Beantwortung der Fragen von Einwohnerinnen und Einwohnern wird nun dem Sitzungsprotokoll beigefügt und damit öffentlich gemacht.

– Im Meller Stadtrat war es die UWG, die den ersten Antrag zur Abschaffung der Straßenausbaubeiträge (Strabs) eingebracht hat und der letztlich erfolgreich war.

– Die Wiedereinführung der Altkennzeichen MEL, BSB und WTL beruht auf dem Antrag der UWG im Osnabrücker Kreistag.

Unsere Schwerpunkte:

  • Wir wollen die Vielfalt unserer Bevölkerung aktiv gestalten, mit Toleranz und Verständigung zu einer gemeinsamen Identifikation mit unserer Stadt Melle beitragen.
  • Wir verlangen ein aussagekräftiges Kompensationskataster mit zukunftssicheren Pflegeplänen für die Erstellung und die kontrollierte Unterhaltung von “echten” Ausgleichsflächen sowie den Schutz und Erhalt der Natur.
  • Wir fordern ein abgestimmtes Maßnahmenbündel zum Schutz vor Überschwemmungen für alle Meller Stadt- und Ortsteile.
  • Dies muss im Einklang mit der Landwirtschaft geschehen, wobei wir der traditionellen Landwirtschaft den Vorzug gewähren.
  • Wir plädieren für den Ausbau von nachhaltigem, umweltgerechten und vor allem bezahlbaren Wohnraum. Dabei setzen wir ebenso wie bei Gewerbegebieten auf Nachverdichtung, um den „Flächenfraß“ möglichst niedrig zu halten.
  • Wir wollen weiter darauf hinarbeiten, einen finanzierbaren und sinnvollen Straßen- und Wegebau durch Katastierung und Bewertung zukunftssicher zu etablieren.
  • Wir engagieren uns für den Erhalt der bestehenden Schulstruktur in Melle und besonders in den Meller Stadtteilen. Dazu gilt es, ebenso wie bei den Kindergärten, die baulichen Voraussetzungen und die Ausstattungen zu optimieren.
  • Wir wollen die Zusammenarbeit der Kommune mit den jeweiligen Sportvereinen stärken und fördern sowie die Bäder und Sportanlagen im gesamten Stadtgebiet langfristig erhalten.
  • Wir arbeiten darauf hin, dass unser schönes Melle mit seiner Natur, seinen Wanderwegen, seinen Museen und weiteren Sehenswürdigkeiten zu einem Anziehungspunkt in der Region und darüber hinaus wird.
  • Wir wollen eine bürgernahe, serviceorientierte, vor allem moderne und digital gut aufgestellte Verwaltung.

Unsere Kompetenzen:

In unseren Reihen finden sich Fachexperten aus etlichen Berufsgruppen, unter anderem Juristen, Informatiker, Verwaltungsfachleute, Umwelt- und Straßenbauexperten,

Landwirte, Handwerker, Kaufleute, Erzieher und

Pädagogen. Im weiten Unterstützerfeld bieten wir weiteren Sachverstand auf, so dass wir in allen kommunalpolitischen Aufgabenfeldern bestens aufgestellt sind.

Unsere Kandidaten:

Für die Ortsräte (OR), den Meller Stadtrat (SR) und den Kreistag Osnabrück (KT – Wahlbereiche 9 und 10) kandidieren in alphabetischer Reihenfolge:

Florian Ackermann             (OR Melle-Mitte, SR)

Juliane Brandt                      (OR Oldendorf, SR, KT)

Uwe Czerwinski                   (OR Melle-Mitte, SR, KT)

Uwe Dütscher                      (OR Neuenkirchen, SR, KT)

Alexandra Falk                     (SR, KT)

Kai Friedering                      (OR Melle-Mitte, SR, KT)

Albert Geile                          (OR Melle-Mitte, SR)

Stephan Heinicke                (OR Melle-Mitte, SR)

Christian Huth                      (OR Melle-Mitte, SR)

Vahdettin Kiliç                     (OR Oldendorf, SR, KT)

Falk Landmeyer                   (OR Oldendorf, SR, KT)

Thorsten Lemke                  (OR Riemsloh, SR, KT)

Bernhard Lietmann             (SR, KT)

Stefan Pelz                           (OR Melle-Mitte, SR, KT)

Matthias Pietsch                 (OR Melle-Mitte, SR, KT)

Uwe Queer                           (OR Riemsloh)

Ralf Rietzkow                       (SR)

Chiara Rose                          (OR Melle-Mitte, SR)

Tatjana Schuhr                    (OR Melle-Mitte, SR)

Claas Semmelhaack            (OR Neuenkirchen, SR)

Florian Sudhölter                (OR Melle-Mitte, SR)

Eike Stolzenburg                  (OR Melle-Mitte, SR)

Martina Trapp-Vuckovic    (OR Melle-Mitte, SR, KT)

Marie Tubbesing                 (OR Melle-Mitte, SR, KT)

Kay Wittefeld                       (OR Melle-Mitte, SR, KT)

Hochwasserschutz in Melle

Erschüttert und tief bewegt betrachten wir die Nachrichten und Bilder aus den Regionen, in denen Wassermassen gewütet haben und Menschen ums Leben gekommen sind.

Detert Brummer-Bange, Mitglied der UWG-Kreistagsfraktion und Bürgermeister der Stadt Ankum hat dafür treffende Worte gefunden:

„Die schrecklichen Ereignisse in den Hochwassergebieten sind schwer zu verdauen.
Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen und mein Dank allen Helfern, viele davon von den Freiwilligen Feuerwehren und anderen Hilfsorganisationen. Aber auch viele Menschen, die einfach anpacken.“


Was uns nun bewegen sollte, ist die Frage, was wir als Kommunalpolitiker tun können, um derartige Katastrophen abzuwenden.

Natürlich können wir unseren Anteil daran leisten, unser Leben möglichst klimaneutral zu gestalten, um den unausweichlichen Klimawandel mit seinen verheerenden Folgen vielleicht noch etwas abmildern zu können. Dies muss auch für die Politik vor Ort höchste Priorität haben. Jede einzelne kommunalpolitische Entscheidung muss vorrangig bezüglich ihrer Auswirkung auf das Klima überprüft werden.

Aber das allein wird nicht reichen. Der Klimawandel ist da und es muss parallel ebenfalls versucht werden, die Klimafolgen abzufedern, damit sich solche Überflutungskatastrophen nicht wiederholen.

Dabei sind wir aufgrund unserer Topographie in Melle besonders gefährdet – im Elsetal zwischen Wiehengebirge und Teutoburger Wald. Seit Jahren drängt die UWG-Melle darauf, dass hier in Melle effektive und abgestimmte Maßnahmen zum Hochwasserschutz ergriffen werden (siehe Bild – Wahlflyer von 2016).

Geschehen ist dazu in Melle bisher viel zu wenig!