2017 war es die UWG in Melle, die angesichts der desolaten Situation am „Wohnmobil-Stellplatz“ beim Wellenbad dringend Abhilfe gefordert hat. Im Antrag der UWG wurde eine Aufwertung der Stellplätze gefordert, ein ausgewiesenes separates Areal im Bereich der Meller Bäder mit Versorgungseinrichtungen (Strom, Wasser, Entsorgung).
Passiert ist … nichts.
Die vorhandenen Stellplatznischen sind wahrlich kein Aushängeschild für Melle. Toll gelegen, direkt an den Bädern, nah an den Verkehrswegen, nah am Park, nah an der Innenstadt – aber ohne jegliche Ausstattung, matschig am Seitenstreifen.
Die Kritiken für den Stellplatz in den einschlägigen Wohnmobil-Portalen, in all den Apps für Stellplatzempfehlungen, sind – völlig zu Recht – vernichtend. Das ist für Melle nicht imagefördernd, das ist imageschädlich.
Nun, 2021 nimmt das Thema der UWG nach erneuten Anträgen von SPD und Grünen wieder Fahrt auf.
Passieren wird … erst einmal kaum etwas.
Auf dem vorhandenen Seitenstreifen sollen erst einmal Rasengittersteine verlegt werden. Danach wird abgewartet, bis sich am Grönenbergpark etwas tut.
Den Flächennutzungs- und den Bebauungsplan „südlich Gesmolder Straße“ lehnen die Ratsmitglieder der UWG ab.
Ja, wir haben dem Kauf des Geländes im Rat zugestimmt.
Aber wir haben uns sachlichen Argumenten nicht verschlossen und unsere Einstellung geändert. Wir sind undogmatisch und lernfähig.
Warum erst unsere Umwelt ohne Not zerstören, um sie anschließend mit großem Aufwand oder gar nicht wieder herzustellen.
Nicht zuletzt die Schülerinnen und Schüler mit ihren Demos Fridays for future und ihren Forderungen haben uns klar gemacht, ein „weiter so“ darf es nicht geben.
Sie fordern uns auf: quatscht nicht, handelt endlich!
Seit 1972 veröffentlicht der Club of Rome Gutachten zu den Grenzen des Wachstums, des immer billiger, immer größer, immer mehr.
Die Schattenseiten der „Erfolgsgeschichte Wachstum“ sind:
Weitestgehend schrankenlose Naturausbeutung
Exzessiver Ressourcenverbrauch
Massive Naturverschmutzung.
Dieses Szenario ist endlich.
Späteste4ns die übernächste Generation wird uns mit recht fragen, warum habt ihr so egoistisch unsere Umwelt unwiederbringlich zerstört?
Umweltschutz heißt nicht nur Reperaturbetrieb, sondern Erhalt der natürlichen, hier der Kulturlandschaft.
Das Umweltbundesamt hat am 17.04.2018 einen Artikel zum „Flächensparen – Böden und Landschaft erhalten“ veröffentlich. Dort heißt es:
„Die Bundesregierung hat sich deshalb im Rahmen der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 die Neuinanspruchnahme von Flächen für Siedlungen und Verkehr auf 30 Hektar pro Tag zu verringern. Im Durchschnitt der Jahre 1993 bis 2003 lag der Flächenverbrauch bei 120 Hektar pro Tag.
Im Jahr 2014 wurde täglich eine Fläche von 69 Hektar neu ausgewiesen – meist zu Lasten der Landwirtschaft und fruchtbarer Böden. Das entspricht etwa der Größe von ca. 100 Fußballfeldern.
Insgesamt sind Inanspruchnahme immer neuer Flächen und die Zerstörung von Böden auf die Dauer nicht vertretbar und sollten beendet werden. Angesichts global begrenzter Landwirtschaftsflächen und fruchtbarer Böden sowie der nachwachsenden Weltbevölkerung ist der anhaltende Flächenverbrauch mit all seinen negativen Folgen unverantwortlich. Dies gilt auch und besonders mit Rücksicht auf künftige Generationen“.
Und das Argument, im Umkreis des geplanten Gewerbegebietes gäbe es nicht viele Anwohner, ist zynisch.
Es leben dort Menschen! (und Tiere)
Ab welcher Anzahl ist „Mensch“ schutzwürdig??
Und ein letztes Argument, das gegen uns vorgebracht wird: Arbeitsplätze
Die geringe Arbeitslosenquote in Melle signalisiert, dass zusätzlicher Arbeitskräftebedarf in Melle von außerhalb gedeckt werden muss. Wenn denn überhaupt Arbeitsplätze geschaffen werden und nicht nur von A nach B verlagert werden.
Dies gilt im Übrigen auch für die Gewerbesteuereinnahmen.
Auf die Belastung durch zusätzliche Verkehre gehe ich hier nicht näher ein.
Lasst uns ein Zeichen setzen für einen lokalen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.
Kein Gewerbegebiet südlich Gesmolder Straße.
Lasst uns den 25. Juni 2019 zu einem „Dienstag für die Zukunft“ machen.
Peter Mittelberg der UWG-Melle bringt in die Ortsratsitzung in Riemsloh am 26.2.2018 einen Antrag zur besseren Ausleuchtung des 70m langen Zuweges von der Strasse „Am Festplatz“ zur dort eingerichteten Flüchtlingsunterkunft ein.
Die Aufstellung einer ausreichenden Beleuchtung erhöht die Verkehrssicherheit zu der Unterkunft erheblich und zusätzlich wird für den Festplatz Riemsloh ein Mehrwert geschaffen, weil die neu geschaffene Stromversorgung auch der Durchführung von Veranstaltungen auf dem angeschlossenen Festplatz zugute kommen würde.
Die UWG-Melle bringt im Stadtrat den Antrag ein, die seit den 70er Jahren nicht mehr renovierten Fachräume für Hauswirtschaft und Naturwissenschaften in der Lindenschule Buer dringend zu sanieren, um so eine zeitgemäße und Zukunftsorientierte Ausbildung und Berufsvorbereitung für die Schülerinnen und Schüler gewährleisten zu können.
Der Antrag wird von der UWG für die Sitzung des Ausschusses für Bildung und Sport am 07.03.2018 gestellt.
Offenes WLAN in Melle war Thema beim jüngsten Treffen der UWG im Finale
Zunächst wurde über Vor- und Nachteile von offenen WLAN-Netzen, sowie deren technische Umsetzung diskutiert. Peter Mittelberg berichtete den Anwesenden von fertigen Hardwarelösungen, die mit einfachen Anpassungen der Einstellungen, lediglich noch einen vorhandenen Internetzugang benötigen um in Betrieb genommen werden zu können. Der Installationsaufwand an Hauswänden oder Masten im Außenbereich ist mit ein wenig handwerklichem Geschick in Eigenregie zu leisten. Gut platziert kann hiermit ein Bereich von etwa 100 – 150m rund um den Aufstellpunkt versorgt werden.
Diese WLAN-Router Systeme sind bereits ab 300€ erhältlich und bringen soweit fertige Zugangsprotokolle mit, die auch einen rechtssicheren Betrieb für den jeweiligen Betreiber sicherstellen. Erfahrungen aus anderen Kommunen mit solchen Lösungen sind im Internet zu finden und durchweg positiv.
Da jeder Stadtteil andere Bedarfe und Gegebenheiten aufweist, stellten die Anwesenden fest, dass eine zentrale Einheitslösung nicht realistisch und Individuallösungen der Vorzug zu gewähren ist. Ob der Internetzugang über die Bürgerbüros, Vereine, Dorfgemeinschaften oder Nachbarschaften zur Verfügung gestellt wird, muss in jedem Einzelfall entschieden werden.
Einigkeit bei den Anwesenden herrschte darüber, dass Schulen und Kindergärten sowie die städtischen Bäder kein freies WLAN anbieten sollten, um eine unnötige Nutzung an diesen Orten nicht zu fördern.
Als Hauptargument zur Einführungen von frei zugänglichen WLAN-Hotspots in Zeiten einer nahezu flächendeckenden Internetversorgung über Mobilfunk, hob sich der Mehrwert für den Nutzer des WLAN-Hotspot hervor, den der Anbieter bereitstellt. Dieser Mehrwert könnte sich z.B. in Form von ortsbezogenen Informationen darstellen, die der Nutzer nicht erst über verschiedene Internetseiten recherchieren muss, sondern über eine vorgeschaltete Portalseite explizit darauf hingewiesen wird. Weitere denkbare Themen könnten touristische Informationen u.a. über Sehenswürdigkeiten, Ansprechpartner der Stadtverwaltung, lokale Veranstaltungshinweise oder besondere Werbeaktionen von ortsansässigen Institutionen. Weiterhin wäre nicht abwegig, insbesondere über den letztgenannten Punkt, die Möglichkeit, Einnahmen zu generieren um den Dauerhaften Betrieb des Angebots finanziell zu Unterstützen.
Aktuell haben bereits mehrere Stadtteile den Wunsch nach offenen WLAN-Hotspots an die Stadtverwaltung herangetragen. Wir von der UWG-Melle sehen bei diesem Thema allerdings die Ortsräte im Vordergrund, sich aktiv an der Umsetzung zu beteiligen und sich damit selbst für ihren jeweiligen Stadtteil einzubringen.